Matthias Tobler hat auf seinem Blog eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Er spricht über ZEWO, Marketingbudget, Jesus Alive Ministries International und zitiert aus seinem E-Mail-Verkehr mit Peter Pretorius.
Tags: jam schweiz, matthias tobler, stellungnahme
Gesagt wird u.a.:
JAM International arbeitet mit einem Werbe- und Verwaltungsaufwand von nur gerade 8%. Das ist für Kenner der Branche atemberaubend tief.
Kommentar: Diese Aussage ist falsch.
Heikel wäre nur, wenn die Gelder, welche für die verhungernden Kinder gesammelt werden, für christliche Missionsaktivitäten missbraucht würden.
Kommentar: Auch diese Aussage ist falsch.
Bei der evangelikalen “crusade” und den bisherigen Hilfsangeboten von Peter Pretorius geht es belegbar in erster Linie um Mission. Die Hilfsangebote werden nicht etwa, wie lügenrisch von JAM Schweiz angegeben, “überkonfessionell” eingesetzt, sondern bislang stets in Verbindung mit evangelikaler Missionsarbeit. So jedenfalls geht es aus den diversen Internetseiten des “crusaders” Peter Pretorius hervor, zumal dort gerade die Gleichzeitigkeit von z.B. Essensausgabe und Missionsarbeit von “Jesus Alive Ministries” (= JAM) gelobt wird.
JAM Schweiz hat die Öffentlichkeit getäuscht - und tut dies immer noch.
Beschämend und ekelhaft finde ich das.
Wer sich für seriöse überkonfessionelle Afrikahilfe mit geringen Verwaltungskosten interessiert, könnte folgende Anbieter in die nähere Wahl ziehen:
1. Malihilfe e.V. (2-3% Verwaltungskosten)
2. UNICEF (stets unter 10% Verwaltungskosten)
3. Euro-Afrika e.V. (0% Verwaltungskosten)
4. Aktion kleiner Prinz (4% Verwaltungskoten)
5. SOS-Kinderdörfer (3,5% Verwaltungskosten)
6. Welthungerhilfe (4% Verwaltungskosten)
7. Andheri-Hilfe (7% Verwaltungskosten)
Übrigens: Bei humanitärer Auslandshilfe größerer Hilfsorganisationen liegen die durchschnittlichen Verwaltungskosten laut ZEWO bei 7%.
Mein Tipp: Bei der Andheri-Hilfe wird mit 30 Franken (Stichwort “Blindenhilfe”) ein Blinder bzw. eine Blinde wieder sehend gemacht.
Ich finde die Stellungnahme von Matthias Tobler absolut unzureichend. Man gibt gerade so das zu, was die Blogger ermittelt haben - z.B. die Verbindung zu Pretorius und der Sekte Jesus Alive Ministries - und verliert sich danach in Mitleids-Gefasel nach dem Motto “Aber denkt doch an die Kinder!” Bla Sülz!
Sorry, aber ich kann mich da Dr. Dean nur anschließen: JAM Schweiz täuscht die Öffentlichkeit und Trigami hat ihnen dabei geholfen, so sieht’s aus. 8% Verwaltungskostne sind in der Tat nicht niedrig, ich meine mich zu entsinnen, dass der Durchschnitt von deutschen Hilfsorganisationen irgendwo bei um die 5% liegt.
Weitere Aspekte habe ich hier mal zusammengefasst. Darauf liefert JAJM Schweiz allerdings keine Antwort - schade!
Gruß
Alex
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