Trigami Blog

Offizieller Blog der Trigami AG zum Thema Blog-Marketing

March 17th, 2007 by Remo Uherek

Matthias Tobler hat auf seinem Blog eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Er spricht über ZEWO, Marketingbudget, Jesus Alive Ministries International und zitiert aus seinem E-Mail-Verkehr mit Peter Pretorius.

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4 Kommentare zu “Ausführliche Stellungnahme von JAM Schweiz”

  1. Dr. Dean Says:

    Gesagt wird u.a.:

    JAM International arbeitet mit einem Werbe- und Verwaltungsaufwand von nur gerade 8%. Das ist für Kenner der Branche atemberaubend tief.

    Kommentar: Diese Aussage ist falsch.

    Heikel wäre nur, wenn die Gelder, welche für die verhungernden Kinder gesammelt werden, für christliche Missionsaktivitäten missbraucht würden.

    Kommentar: Auch diese Aussage ist falsch.

    Bei der evangelikalen “crusade” und den bisherigen Hilfsangeboten von Peter Pretorius geht es belegbar in erster Linie um Mission. Die Hilfsangebote werden nicht etwa, wie lügenrisch von JAM Schweiz angegeben, “überkonfessionell” eingesetzt, sondern bislang stets in Verbindung mit evangelikaler Missionsarbeit. So jedenfalls geht es aus den diversen Internetseiten des “crusaders” Peter Pretorius hervor, zumal dort gerade die Gleichzeitigkeit von z.B. Essensausgabe und Missionsarbeit von “Jesus Alive Ministries” (= JAM) gelobt wird.

    JAM Schweiz hat die Öffentlichkeit getäuscht - und tut dies immer noch.

    Beschämend und ekelhaft finde ich das.

    Wer sich für seriöse überkonfessionelle Afrikahilfe mit geringen Verwaltungskosten interessiert, könnte folgende Anbieter in die nähere Wahl ziehen:

    1. Malihilfe e.V. (2-3% Verwaltungskosten)
    2. UNICEF (stets unter 10% Verwaltungskosten)
    3. Euro-Afrika e.V. (0% Verwaltungskosten)
    4. Aktion kleiner Prinz (4% Verwaltungskoten)
    5. SOS-Kinderdörfer (3,5% Verwaltungskosten)
    6. Welthungerhilfe (4% Verwaltungskosten)
    7. Andheri-Hilfe (7% Verwaltungskosten)

    Übrigens: Bei humanitärer Auslandshilfe größerer Hilfsorganisationen liegen die durchschnittlichen Verwaltungskosten laut ZEWO bei 7%.

    Mein Tipp: Bei der Andheri-Hilfe wird mit 30 Franken (Stichwort “Blindenhilfe”) ein Blinder bzw. eine Blinde wieder sehend gemacht.

  2. Dr. Dean Says:

    Da hier HTML-Befehle nicht wirken, der erste Teile nochmal in lesbarerer Form:

    Gesagt wird von JAM Schweizu.a.:

    “JAM International arbeitet mit einem Werbe- und Verwaltungsaufwand von nur gerade 8%. Das ist für Kenner der Branche atemberaubend tief.”

    Kommentar: Diese Aussage ist falsch.

    “Heikel *wäre* nur, wenn die Gelder, welche für die verhungernden Kinder gesammelt werden, für christliche Missionsaktivitäten missbraucht würden.”

    Kommentar: Auch diese JAM-Aussage ist falsch.

  3. Perspektive2010 Says:

    Ich finde die Stellungnahme von Matthias Tobler absolut unzureichend. Man gibt gerade so das zu, was die Blogger ermittelt haben - z.B. die Verbindung zu Pretorius und der Sekte Jesus Alive Ministries - und verliert sich danach in Mitleids-Gefasel nach dem Motto “Aber denkt doch an die Kinder!” Bla Sülz!

    Sorry, aber ich kann mich da Dr. Dean nur anschließen: JAM Schweiz täuscht die Öffentlichkeit und Trigami hat ihnen dabei geholfen, so sieht’s aus. 8% Verwaltungskostne sind in der Tat nicht niedrig, ich meine mich zu entsinnen, dass der Durchschnitt von deutschen Hilfsorganisationen irgendwo bei um die 5% liegt.

    Weitere Aspekte habe ich hier mal zusammengefasst. Darauf liefert JAJM Schweiz allerdings keine Antwort - schade!

    Gruß

    Alex

  4. Matthias Tobler | JAM Schweiz Says:

    Weil es noch Unklarheiten betreffend dem Verwaltungsaufwand gibt, möchte ich hier noch kurz darauf eingehen.

    Wir sind beeindruckt von allen Hilfswerken, welche noch einen tieferen administrativen Aufwand als wir haben und lernen gerne von ihnen. Nichtsdestotrotz setzt sich der administrative Aufwand wie bei jeder gewinnorientierten Unternehmung aus realen und notwendigen Kosten zusammen. Sie werden durch jene Tätigkeiten verursacht, welche die Grundfunktionen einer Organisation sicherstellen. Die Stiftung Zewo weisst in ihrem Jahresbericht 2005 (derzeit der aktuellste) darauf hin, dass „der Aufwand auch dann entsteht, wenn er aus einer speziellen Quelle wie zum Beispiel von einem Sponsor, durch ein Trägerunternehmen oder aus Finanzerträgen finanziert wird. Aussagen wie «100 % der Spenden fliessen in die Projekte» sind insofern irreführend, als der Eindruck entstehen kann, die Organisation verwende die ihr zur Verfügung stehenden Mittel effizienter als andere Hilfswerke oder es entstehe ihr überhaupt kein administrativer Aufwand.“

    Die Zewo-Ergebnisse zeigen, dass im Durchschnitt 75% der Ausgaben in die Projekte und Dienstleistungen fliessen. 8 % werden für Fundraising und Werbung eingesetzt und mit den restlichen 17% werden die übrigen adminstrativen Aufwendungen finanziert. Die Höhe des administrativen Aufwand wird dabei von drei Faktoren wesentlich beeinflusst : der Aktivität, der Grösse und der Struktur einer Organisation. So fliessen bei humanitären Organisationen mit Fokus Ausland durchschnittlich 81 % der Ausgaben in Projekte und Dienstleistungen, während es bei Inlandorganisationen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich rund 70 % sind.

    Dr. Dean schreibt von einem durchschnittlichen administrativen Aufwand von 7%. Dies triff zu - aber nur für sehr grosse Organisationen. Laut telefonischer Auskunft der Zewo gehören das Rote Kreuz, Caritas etc. in diesen Bereich. JAM International gehört nur zu den grossen Hilfsorganisationen, welche laut Zewo im Durchschnitt 16% administrativen Aufwand haben (was bei humanitärer Auslandhilfe tiefer ist). Ob der durchschnittliche administrative Aufwand von deutschen Hilfsorganisationen tatsächlich irgendwo um die 5% liegt (wie Alex schreibt) wäre sehr interessant zu erfahren.

    Der Kassensturz vom Januar 28.1.2003 zeichnet ein massiv schwärzeres Bild (wohl zu schwarz). Sie behaupten, dass die rund 3′000 Hilfswerke in der Schweiz zwischen 20 und 30 Prozent der Spendengelder für den administrativen Aufwand abzweigen.

    Die Stiftung ZEWO verzichtet zur Zeit bewusst darauf, allgemeine Bandbreiten oder maximal zulässige Werte festzulegen, und wird auch weiterhin den Einzelfall beurteilen. Sie weist zudem darauf hin, dass die Diskussion des administrativen Aufwandes die ungleich wichtigere Frage nach der Wirkung, die eine Organisation mit den eingesetzten Mitteln erzielt, nicht verdrängen darf.

    Summa summarum bewegen wir uns mit unserem administrativen Aufwand von 8% für ein Hilfswerk unserer Größe auf sehr gutem Wege.

    Quellen:
    Kassensturz: http://www2.sf.tv/sf1/kassensturz/sendung/beitrag.php?beitragid=491
    Zewo Jahresbericht 2005: http://www.zewo.ch/pdf/jb2005d.pdf

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