Tim O’Reilly hat einen Entwurf eines Blogger-Verhaltenskodex (via Scobleizer) veröffentlicht. Auszüge:
1. We take responsibility for our own words and for the comments we allow on our blog.
(…)
2. We won’t say anything online that we wouldn’t say in person.
(…)
5. We do not allow anonymous comments.
Wer das nicht will (z.B. Scoble hat sich eher dagegen ausgesprochen), dem empfiehlt O’Reilly eine “Anything Goes”-Kennzeichnung zu verwenden. Z.B.:
This is an open, uncensored forum. We are not responsible for the comments of any poster, and when discussions get heated, crude language, insults and other “off color” comments may be encountered. Participate in this site at your own risk.
Wenn wir gerade beim Thema Bloggerethik sind, hier noch zwei Kodizes, die Robert Scoble empfiehlt:
#1: Charlene Li
#2: Allan Jenkins
Was meint Ihr zu einem solchen Kodex? Ist das alles nur gesunder Menschenverstand oder braucht die Blogosphäre sowas?
PS: Hier noch ein schöner Punkt bezüglich Transparenz im aktualisierten Corporate Weblog Manifesto, den wir bei trigami sehr ernst nehmen:
24) Disclose all conflicts and biases. Is someone paying you? Tell your readers, even if you don’t think it affects your writing. Being transparent with your readers about your conflicts and/or your biases will help you remain credible. Own stock in a company you write about? Disclose that! Got a free product to try out? Tell us! Get taken to dinner by a company or a person because of your blog? Write about it.
Tags: anything goes, code of conduct, corporate weblog manifesto, naked conversations, robert scoble, tim oreilly
vor einiger zeit wurde das schonmal hier diskutiert. http://upload-magazin.de/?p=93
finde ich wesentlich nachvollziehbarer.
Tim O’Reilly hat einen Anti-Stalking-Codex geschrieben, nicht mal einen guten. Diese Chose als ultimativen “Blogging-Code” auszugeben, ist nicht gerade sehr pfiffig.
Aber vielleicht strategisches Interesse. Keine Ahnung.
Wahrscheinlich hat da jemand sich halt nur einen Aspekt rausgesucht, Stalkling, übertreibt das maßlos und meint jetzt, damit hätt er nen schönes Ei gelegt, dem er zum Abrunden noch seine Ideen zum geistigen Eigentum verpasst. Naja. Unwichtig.
Wenn es um private Blogs geht, klar, eine vernünftige Dosis Respekt schadet nicht. Ich denke, da bietet der “fair blogging”-Codex von Christian Schenkel den deutlich sinnvolleren Ansatz. Wer mag, übernimmt den, und nicht das ziemlich hirnlose undurchdachte Gekrakel von O´Reilly.
Nur, nicht vergessen: Es geht hier zumeist um harmlose kleine Privatblogger, und zwar solche, die keine publizistische Verantwortung haben (warum auch - für wenig gelesen private Tagebücher?), noch in der Geschäftswelt stehen und damit höheren Ansprüchen, z.B. dem Wettbewerbsrecht genügen müssen.
Aber als harmloser Privatblogger nun den ziemlich bescheuerten (sorry) Tim O’Reilly-Code reinzunehmen, dass ist so, als ob man Tänzern Bleischuhe wünscht.
Tu ich nicht.
Außerdem ist der “fair blogging”-Codex von Christian Schenkel sowieso deutlich ausgereifter, einfach besser. Vielleicht könnte Christian noch eine Halbsatz in Richtung Stalking übernehmen - und das wars dann.
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