Es wurde bemängelt, dass ich die “BlogScout-Situation” um PokerStrategy nicht kommentiert habe. Ehrlich gesagt habe ich dies vermieden, da ich mir nicht sicher war, ob ich mich da einmischen soll.
Bei Robert habe ich meine Meinung geändert und dazu meine persönliche (!) Meinung verfasst:
(…) [W]ir möchten und werden Blogger nicht bevormunden. Auch im Fall von PokerStrategy gibt es genug Blogger, die von diesem Service begeistert sind und oder einfach nur ein Feedback zur Website abgeben möchten. Sollen wir das verbieten, nur weil ein Mitarbeiter eines Tages einen Fehler gemacht hat? Und fürs Protokoll: Ja, meines Erachtes hat PokerStrategy (bzw. deren Mitarbeiter) einen Fehler gemacht, BlogScout als Akquisitionskanal zu benutzen. Aber deswegen werde ich ihnen nicht verbieten, unsere Blogger nach Feedback zu ihrer Website zu fragen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Ich wollte folgendes E-Mail eigentlich nicht veröffentlichen, aber in diesem Zusammenhang passt es sehr gut. Mein erstes E-Mail an PokerStrategy nach der Anfrage von Lutz Enke vom 16. März 2007:
Hallo Herr Enke
Gerne würde mich Ihre Stellungnahme zu folgenden Vorwürfen interessieren:
http://blogbar.de/archiv/2007/03/15/poker-trigami-und-eine-frage-zum-
mail-und-anderem-blogspam/
http://blog.blogscout.de/2007/03/14/spam-uber-den-mailme-button/
http://www.epenis.de/erguss/wird-zeit-fuer-die-robinsonliste
http://citronengras.de/dreckmarketing/Ich bitte in Zwischenzeit um Verständnis, dass wir im Moment eher dazu
tendieren, nicht mit Ihnen zusammenarbeiten zu wollen.Mit freundlichen Grüssen
Remo Uherek
Nach ausführlichem E-Mail-Kontakt mit Herrn Enke und internen Diskussionen haben wir uns dafür entschieden, unsere Blogger nicht zu bevormunden und Ihnen die Entscheidung selbst zu überlassen, ob sie den Auftrag annehmen wollen.
Werden wir in Zukunft unsere Kunden auf Herz und Nieren überprüfen?
Nein. Das können wir nicht, das wollen wir nicht, und auch wenn wir wollten, hätten wir nicht einmal Zugriff auf alle Informationen, die dazu nötig wären.
Werden wir in Zukunft Instrumente bauen, die den Bloggern eine bessere Entscheidungsfindung ermöglichen?
Definitiv! Was wir tun könnten, wären Instrumente in den Marktplatz einzubauen, damit sich solche Dinge mit der “kollektiven Intelligenz” von selbst regeln. Wir sind nicht allwissend und werden dies nie sein. Die Blogosphäre kommt der Allwissenheit aber schon ein gutes Stück näher. Konkret erhalten unsere Blogger ja ein Briefing zu einem Auftrag. Dieses Briefing könnte man mit Input von Aussen anreichern. Aber wir möchten und werden Blogger nicht bevormunden.
Und vergesst nicht, dass der Auftrag von PokerStrategy an unsere Blogger lautete:
“Wie wirkt/gefällt das Angebot?
Wirkt PokerStrategy.de seriös?
Ist die Seite gut nutzbar?
Wirkt sie interessant?”
Kein Blogger, der Feedback zu einer Website oder einer Dienstleistung abgibt, billigt das dahinterstehende Unternehmen, seine gesamte Vergangenheit, alle Mitarbeiter und deren Vergangenheit. Das wurde weder verlangt noch ist es das Ziel der Sache. Das Ziel war es, Feedback zur Website und zum Service abzugeben. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer solche Dinge mit seinen Wertvorstellungen nicht vereinbaren kann, muss sich auf solche Ausschreibungen nicht bewerben. Wer nach der Bewerbung merkt, dass er es nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann, kann von der Bewerbung diskussionslos zurücktreten. Bildet Euch Eure eigene Meinung und handelt entsprechend. trigami wird keinen von Euch zwingen, über etwas zu schreiben, was Ihr nicht wollt. Genausowenig wird trigami keinen Kunden ablehnen, nur weil er in der Vergangenheit einen Fehler gemacht hat. Natürlich hat auch diese Aussage seine Grenze und ist nicht auf alle Situationen anwendbar. Aber wir sind ein Marktplatz. Wir vermitteln. Wir stellen Instrumente zur Verfügung. Aber wir sind grundsätzlich neutral und werden es wenn immer möglich vermeiden zu werten.
Tags: blogscout, pokerstrategy, Trigami
Remo, und wieder muss ich trigami massiv kritisieren. Was heißt, Ihr wollt Eure Kunden nicht überprüfen? Begreift Ihr denn nicht, dass negative Kunden auf Euer eigenes Image zurückfallen? Oder eine konkrete Frage: Die NPD, eine rechtsextreme Partei in Deutschland, tritt auf Euch zu und möchte bei Euch Kunde werden. Ihr würdet sie einfach so nehmen?
Tja, vielleicht solltet Ihr das wirklich tun, Eure Blogger um Rat fragen. Denn für meinen Geschmack gehst Du so sorglos an die Sache ran, dass Ihr nicht nur langfristig sondern sogar kurzfristig scheitern müsstet. Remo, Gewinnmaximierierung ist für ein kapitalistisches System die einzig richtige Marschrichtung. Dabei müssen ethische Ansätze aber erkennbar sein. Wenn Ihr für nichts (sellschaftlich gesehen) steht, dann habt Ihr kein Image. Habt Ihr kein Image, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Ihr von einem Mitbewerber (und sie werden kommen) abgelöst werdet.
Hallo Remo
Ehrlich gesagt war ich auch sehr überrascht, dass Ihr den Auftrag von PokerStrategy aufgenommen habt. Das Thema ist nicht nur heikel sondern in der Schweiz auch ganz klar im Gesetz nicht zu 100% geregelt.
Grundsätzlich will PokerStrategy ja zahlende Kunden gewinnen. Wenn ich nun also über das Angebot schreibe und Leute aus der Schweiz auf die Seite liefere welche über irgendwelche Umwege auf ein Poker Angebot kommt, bei welchem mit Geld gespielt wird, macht sich dieser User strafbar laut Schweizer Gesetz. Wird dieser nun aus irgend einem Grund an die Angel genommen vom Staat… ist er über meine Seite (mit Trigami Verweis) gekommen und das wäre gar nicht toll.
Neben dem Werben für Online Poker ist ja das Spielen mit Geldeinsatz in der Schweiz gleichermassen verboten.
Online Poker ist auch in Deutschland nicht legal.
Das sollte man immer im Auge behalten.
Die Werbung im deutschen Fernsehen ist Werbung für Spielgeldseiten. Pokerstrategy nötigt die Leute aber um echtes Geld zu spielen, was in der Tat strafbar ist!
Soweit die Tatsachen, deren man sich immer bewust sein sollte.
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