Vorgang wird bearbeitet Laden 

Ebuzzing Blog

Offizieller Blog der Ebuzzing zum Thema Social Media Marketing und Content Seeding

13. Oktober 2007 von Remo Uherek

Alain hat kürzlich eine kleine statistische Analyse der Ablehnungsgründe von Bewerbungen gemacht. Kunden, die Bewerbungen von Bloggern ablehnen, haben folgende Möglichkeiten, dies zu begründen (in Klammer: Nutzung der Gründe in Prozent):

1. Budget aufgebraucht (40%)
2. Blog unpassend (35%)
3. Preis zu hoch (14%)
4. Von Ihnen angegebene Gültigkeit der Bewerbung abgelaufen (6%)
5. Kampagne zurückgezogen (5%)

Kurze Erklärung zu allen Punkten:

Zu Punkt 1:
Es handelt sich häufig um Experimentalbudgets zwischen 500-5000 EUR pro Kampagne und es bewerben sich in der Regel deutlich mehr Blogger als vom Budget verkraftbar wäre.

Zu Punkt 2:
Der Kunde erachtet diesen Blog als unpassend.

Zu Punkt 3:
Unser System läuft so, dass der Kunde den Preis eines Bloggers erst sieht, nachdem sich der Blogger bei ihm beworben hat. Die Preise werden von unserem Bewertungsalgorithmus festgelegt, und die Ausschreibungen an Blogger von unserem Ausschreibungsalgorithmus getätigt. Es kann also durchaus sein, dass ein Kunde den von uns berechneten Preis als zu hoch einstuft und die Bewerbung deswegen ablehnt. Wir arbeiten bereits an der Einführung flexiblerer Preise, um dieses Problem in Zukunft zu entschärfen.

Zu Punkt 4:
Jeder Blogger kann bei der Bewerbung eine Gültigkeit der Bewerbung abgeben. Läuft die Gültigkeit ab, wird diese Begründung angezeigt.

Zu Punkt 5:
Da unser System für Kunden bis zum Bewerbungsprozess kostenlos und unverbindlich ist, kann es in Einzelfällen vorkommen, dass es sich ein Kunde nach Ansicht der Bewerbungen anders überlegt.

Wir werden uns bemühen, die Begründungen in Zukunft noch genauer zu machen, damit das Feedback für abgelehnte Blogger wertvoller wird. Falls jemand diesbezüglich Wünsche und Verbesserungsvorschläge hat, nur her damit :-).

Stichworte: , ,


14 Kommentare zu “Häufigste Ablehnungsgründe von Bewerbungen”

  1. Eugen Says:

    Ich würde mich gerade bei Punkt 3 freuen. Einige Blogs haben mir gefallen, jedoch waren die Preise von unserer Sicht einfach zu hoch.
    Schöne Grüße

  2. Matthias Lehming Says:

    Punkt 4 missfällt mir ein wenig. Ich hatte es auch schon mal in einer Email an Alain geschrieben, dass ich finde, dass die Kunden sich eigentlich so schnell wie möglich die Bewerbungen ansehen sollten und ich daher diese Funktion eher unnötig finde.

  3. Simon Columbus Says:

    1) Man lernt: Wer schnell ist, hat deutlich höhere Chancen, dass seine Bewerbung angenommen wird.

    3) Preise: Darf man erfahren, was “flexible Preise” heißen soll? Mir erschließt sich der Begriff nicht wirklich.

  4. CountZero Says:

    @eugen: was nutzt es, wenn euch beispielsweise 100 euro für ein blog zu teuer sind und eurerseits beispielsweise 25 für angemessen haltet?
    1. wir blogger wissen, was unsere arbeit wert ist, und nach meiner eigenen erfahrung ist die ablehnung “preis zu hoch” doch eher selten. mich weit unter wert zu verkaufen is also nicht, und das sehen die meisten anderen sicher sehr ähnlich.
    2. letztlich geht es bei den bezahlten rezensionen darum, einen permanenten deeplink mit drumrum passendem content abzustauben, und diese leistung gibt es nun einmal nicht für lau. je größer die recihweite eines blogs und eines solchen bezahlten beitrags, desto höher sind auch die dadurch verursachten traffickosten, und somit will nicht nur die mit dem verfassen des posts verbundene recherche- und tipparbeit vergütet werden, sondern auch dieser traffic.

    @punkt 4: bis zur einführung dieser frist wurden bewerbungen auf ausschreibungen binnen maximal zwei/drei tagen bearbeitet. seit der einführung der fristen lassen sich die kunden teils mehrere wochen zeit – wagen es aber selbst ihrerseits den bloggern sehr kurze fristen zu setzen.
    bissil hanebüchen anmutende diskrepanz, oder?

    @simon: ich würde mir unter einer solchen flexibilisierung vorstellen, daß der kunde dem blogger einen um maximal 10-15% abweichenden preis für die rezension anbieten darf. weiteres dumping halte ich für abzocke. außerdem müßten solche runterhandeleien auf ausnahmen beschränkt werden, sonst kann man sich die ganze preisfestsetzerei mit technorati-rank, google-PR und co. gleich schenken.

    my 2 cents….

  5. bluetime Says:

    feedback!
    mir persönlich fehlt das, ich würde es begrüssen man würde noch etwas hören vom “auftraggeber” wenn die rezension steht und angenommen wurde!
    om vorfeld gehen nämlich urkomische mails hin und her, aber danach sagt keine/r mehr was!

  6. Tobi Says:

    Noch viel lustiger sind unbeantwortete Bewerbungen, die seit 3-4 Wochen ohne Absage/Zusage sind… Herrlich. Auch da solltet ihr etwas mehr hinterher sein :-)

  7. Chris Says:

    Ja, dass Bewerbungen über Wochen unbeantwortet bleiben, finde ich auch merkwürdig. Hier sollte, auch aus Eurer Sicht, eine Ablauffrist vorgegeben werden.

  8. Matthias Lehming Says:

    @ #7 Chris:
    Dann lassen die Kunden aber evtl. einfach die Bewerbungen auslaufen, so wie es jetzt ja schon der Fall ist. Allerdings ist ja dann die Frage, ob sie sich nicht damit ins eigene Fleisch schneiden.

  9. Paul Says:

    “@punkt 4: bis zur einführung dieser frist wurden bewerbungen auf ausschreibungen binnen maximal zwei/drei tagen bearbeitet. seit der einführung der fristen lassen sich die kunden teils mehrere wochen zeit – wagen es aber selbst ihrerseits den bloggern sehr kurze fristen zu setzen.
    bissil hanebüchen anmutende diskrepanz, oder?”

    Genau das ist es, was ich auch bemängele. Ich als Blogger muss spuren und zu einem Zeitpunkt fertig sein, und die Auftragsgeber können sich alle Zeit der Welt nehmen und dann sogar ohne Rückmeldung…

    “Noch viel lustiger sind unbeantwortete Bewerbungen, die seit 3-4 Wochen ohne Absage/Zusage sind… Herrlich. Auch da solltet ihr etwas mehr hinterher sein :-)”

    Sehr schön ist, dass wir Blogger für die meisten Bewerbungen zwischen drei Tagen und einer Woche Zeit haben und für die meisten Aufträge dann auch nur eine Woche Schreibzeit. Gleichzeitig aber sollen Auftraggeber bis zu 16 Wochen Zeit haben können, auf eine simple Bewerbung zu antworten und die Rezension zu vergeben/abzulehnen? Da stimmt was nicht, aus meiner Sicht…

  10. Matthias Lehming Says:

    @ #9 Paul: Das ist wie in der Schule. Man muss die Hausaufgaben bis zur nächsten Stunde fertig haben, aber der Lehrer hat 4 Wochen Zeit, um Klausuren zu korrigieren. :)

  11. Paul Says:

    Das hat mich auch schon in der Schule angekotzt…

  12. Remo Uherek Says:

    @Matthias Lehming #2:
    Auch wir finden, dass die Kunden die Bewerbungen so schnell wie möglich abarbeiten sollten. Doch leider sieht die Realität anders aus und wir mussten deswegen Gegenmassnahmen (Gültigkeit und Rückzugsmöglichkeit) einführen. Wir machen die Kunden regelmässig (= jeden Tag!) per E-Mail auf offene Bewerbungen aufmerksam und rufen sie auch regelmässig an. Mehr können wir leider nicht machen.

    @Simon Columbus #3:
    Wir sind uns noch nicht ganz sicher, wie wir die Preisgestaltung verbessern werden. Es wäre denkbar, dass Blogger selbst Preise festlegen könnten, dass es eine Art von Geboten und Gegengeboten gibt etc. Auf jeden Fall müssen wir den Markt (d.h. Angebot und Nachfrage) noch ein bisschen besser spielen lassen.

    @bluetime #5:
    Feedback zu Rezensionen wird von unseren Kunden bereits gegeben und von unserem System bereits gesammelt, doch leider noch nicht veröffentlicht, da die entsprechenden Funktionen noch nicht ganz fertig sind (wer PHP-Entwickler kennt, bitte an uns weitervermitteln!)

    @Tobi #6:
    Wir rennen den Kunden bereits sehr stark hinterher. Wie oben erwähnt schickt unser System jeden Tag Erinnerungsmails, ausserdem rufen wir Kunden regelmässig an und versuchen die Sache zu beschleunigen. Bei einigen Kunden ist die Sache zum Teil kompliziert, da die internen Mühlen zwischen Agentur und Endkunde manchmal zu wenig schnell mahlen. Wir sind uns der Probleme bewusst, deshalb haben wir neue Funktionen eingeführt, die den Kunden mehr Druck machen.

    @Paul:
    Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten. Erstens ist unser System noch lange nicht perfekt und zweitens stellt “Blog-Marketing” für unsere Kunden teilweise eine enorme Herausforderung dar. Das dauert manchmal leider seine Zeit. Wir arbeiten daran, die Kunden besser zu beraten und unser System weiter zu verbessern.

    Vielen Dank für alle Feedbacks.

    Gruss, Remo

  13. Erik Beyer Says:

    Möchte nur hier drauf Antwort aus Sicht des Auftraggebers geben:

    “letztlich geht es bei den bezahlten rezensionen darum, einen permanenten deeplink mit drumrum passendem content abzustauben, und diese leistung gibt es nun einmal nicht für lau.”

    Ich habe manche abgelehnt, weil ich eher interessiert war soviele wie möglich zu berücksichtigen, mit dem Ziel Erfahrungen von mehreren Bloggern erhalten zu können, sowie deren Zitate zu verwenden.

  14. Sopur Says:

    Ich kann auf eine Art die Aufregung nicht verstehen: die Einführung der Frist ist doch super. Wenn man mal in die Ferien geht kann man ein wenig planen. Und sonst: ich kann eine angenommene Rezension ja immer noch im Nachhinein ablehnen. Sei es, weil ich gar keine Zeit habe, oder weil mir die Frist zu kurz ist. Bei den Hausaufgaben hat dies leider nicht so funktioniert :-)
    Immerhin sind es die Auftraggeber, die uns für den Auftrag entschädigen. Wenn einem ein Thema so am Herzen liegt, dass man früher darüber berichten will, dann kann man dies auch ohne Bezahlung machen. Oder man bloggt halt über was anderes….
    Das Argument mit den Traffic-Kosten: naja, “jeder” hat ja nichts gegen mehr Traffic – ansonsten soll man seinen Blog bitte im Homenetwork veröffentlichen. Zudem gibt es ja genügend günstige und zuverlässige Anbieter, welche Hosting ohne Traffic-Beschränkung anbieten.
    M
    F
    G
    Sopur

Kommentar schreiben